Arabella

Daughter of a modest country clergyman, Arabella Tallant is on her way to London when her carriage breaks down outside the hunting lodge of the wealthy Mr. Robert Beaumaris. Her pride stung when she overhears a remark of her host’s, Arabella pretends to be an heiress, a pretense that deeply amuses the jaded Beau. To counter her white lie, Beaumaris launches her into high society and thereby subjects her to all kinds of fortune hunters and other embarrassments.

When compassionate Arabella rescues such unfortunate creatures as a mistreated chimney sweep and a mixed-breed mongrel, she foists them upon Beaumaris, who finds he rather enjoys the role of rescuer and is soon given the opportunity to prove his worth in the person of Arabella’s impetuous young brother…

“Hach”. So lassen sich die Bücher von Georgette Heyer am besten beschreiben. Am Ende klappt man sie mit einem zufriedenem Seufzer und einer ordentlichen Prise “Hach” zu, und träumt ganz klammheimlich (oder in meinem Fall nicht soho klammheimlich) von Debütantinnenbällen und Männern, die in Pferdekutschen vorfahren. (Und von geistreichen Unterhaltungen, die nicht halb so geistreich ausfallen würden, wenn ich involviert wäre …)

Das Zauberhafte an “Arabella” ist, dass alle so nachsichtig miteinander umgehen, und niemand wirklich darauf aus ist, den anderen völlig bloßzustellen oder zu ruinieren. Das ganze Buch ist eine große vergnügliche Scharade, die zum Ende hin etws eskaliert, bei der das Happy End aber nie wirklich in Gefahr ist. Mr Beaumaris, der “Nonpareil” (und wie dringend brauchen wir dieses Wort bitte in der deutschen Sprache? So sehr.) vermutet zwar praktisch sofort, dass Arabella nicht so stinkreich ist, wie sie behauptet, spielt ihr Spiel aber mit, weil er sie gut leiden kann und die Londoner High Society ihn langweilt. Nebenbei lässt er sich vor lauter Gutmütigkeit eine Promenadenmischung aus dem Armenviertel und einen vorlauten Bengel als Stalljungen andrehen. Arabella ihrerseits will gar nichts weiter, als mit einer scheinbar harmlosen Flunkerei dem – ebenfalls scheinbar – hochmütigen Mr Beaumaris eins auswischen. Dass die Sache so aus dem Ruder läuft, ist weder ihre Absicht noch etwas, mit dem sie sich sonderlich wohlfühlt.Vor allem, als sie merkt, dass sie tatschlich in Mr Beaumaris verliebt ist.

“Regency Romances”, also Liebesromane, die zur Zeit von Jane Austen spielen, sind mittlerweile ein eigenes und sehr beliebtes Genre (ich bin ja sonst ein herzloses Ding ohne Seele, außer, wenn es um Regency Romances geht), in dem es mittlerweile einige sehr gute Autoren und auch einige sehr gute Bücher gibt. Aber ich glaube, niemand reicht so wirklich an Georgette Heyer heran, oder wird da je heranreichen. Im Gegensatz zu moderneren Liebesromanen liegt Heyers Fokus nicht so sehr auf Leidenschaft, sondern auf geistreichen Unterhaltungen, schrulligen Figuren und natürlich ganz vielen Irrungen und Wirrungen, bis das Pärchen am Ende zueinander findet. Und gerade das macht das ihre Bücher so ganz besonders, und äußerst vergnüglich.

Dabei sprühen sie über vor Witz und Charme, und mal ehrlich, was braucht man für einen verregneten Nachmittag denn schon mehr?

 

 

Share: