Meet the Austins - Madeleine L'Engle

For a family with four kids, two dogs, assorted cats, and a constant stream of family and friends dropping by, life in the Austin family home has always been remarkably steady and contented. When a family friend suddenly dies in a plane crash, the Austins open their home to an orphaned girl, Maggy Hamilton. The Austin children―Vicky, John, Suzy, and Rob―do their best to be generous and welcoming to Maggy.

Vicky knows she should feel sorry for Maggy, but having sympathy for Maggy is no easy thing. Maggy is moody and spoiled; she breaks toys, wakes people in the middle of the night screaming, discourages homework, and generally causes chaos in the Austin household. How can one small child disrupt a family of six? Will life ever return to normal?

“Meet the Austins” hat mich in meine Kindheit zurück versetzt und die Bücher, die ich in der fünften und sechsten Klasse gerne gelesen habe. Das Buch stammt wie “A Wrinkle in Time” aus der Feder von Madeleine L’Engle, und ist ebenfalls der Auftakt einer ganzen Serie. Im Gegensatz zu “A Wrinkle in Time” ist “Meet the Austins” allerdings keine Genre-Literatur, sondern erzählt die Familiengeschichte der, erraten, Austins.

Erzählt wird das Buch aus der Sicht der zwölfjährigen Vicky, die nicht sonderlich begeistert davon ist, als nach dem Tod eines engen Familienfreundes dessen Tochter Maggy bei den Austins einzieht. Maggy ist verwöhnt, laut, manipulativ und ziemlich selbstsüchtig, und es dauert seine Zeit, bis sie sich beruhigt und zum Teil der Familie wird.

Wie auch “A Wrinkle in Time” merkt man “Meet the Austins” sein Alter definitiv an. Die Erstausgabe stammt immerhin aus dem Jahr 1960. Einige der im Buch erwähnten Erziehungsmethoden und Wertevorstellungen wirken mitunter befremdlich, oder zeugen zumindest vom Zeitgeist der 1960er. Aber wie auch “A Wrinkle in Time” ist der Roman in verschiedenen Bereichen äußerst progressiv – so ist zum Beispiel Vicky für ihre Zeit eine sehr eigenständige Mädchenfigur, vor allem aber in erster Linie eine echte Figur. Ihr älterer Bruder John, der eine Brille benötigt und eher sensibel ist, entspricht ebenfalls nicht den Rollenklischees vieler anderer Bücher und Filme aus dieser Zeit.

Auch die Art, wie die Geschichte erzählt ist, lässt Rückschlüsse auf das Alter des Buches zu. Denn im Gegensatz zu heutigen Büchern, die eher stringent und sehr durchstrukturiert aufgebaut sind, und meistens auf einen Cliffhanger oder Twist hinarbeiten, erlaubt “Meet the Austins” sich, dies nicht zu sein. Das Buch besteht eher aus einer Sammlung von Geschichten und Anekdoten aus dem Leben der Familie Austin, lose verknüpft durch den Neuankömmling Maggy, und wie sie sich in der neuen Umgebung zurechtfindet. Im Vordergrund stehen immer die Figuren, die Handlung läuft eher unterschwellig mit.

Wenn ich sage, dass mich das Buch an die Bücher meiner Kindheit erinnert hat, dann meine ich in erster Linie das Gefühl, das ich beim Lesen hatte, da in meiner Kindheit viele auch ältere Bücher im Regal standen. “Meet the Austins” fühlt sich auf eine ganz wunderbare Art und Weise altmodisch an, aus einer Zeit, in der Jugendbücher ernst sein durften, und sich zugleich erlaubten, das Leben einer lauten, ungewöhnlichen und liebenswerten Familie abzubilden, der wir eigentlich doch alle irgendwie gerne angehört hätten.

Share: