Beauty and the Beast - Enchanted Rose

Eigentlich hatte ich gar nicht vor, mir die Rose aus „Die Schöne und das Biest“ in die Wohnung zu stellen. Dann entdeckte ich bei Depot eine Glasglocke samt Sockel, die mich sofort an den Disney-Zeichentrickfilm erinnerte, und starrte gefühlte fünf Minuten fassungslos auf das Regal. Ich meine, what are the odds? (Übrigens, hi, mein Name ist Romy und ich bin Disneyholikerin.)

Während ich noch mit mir selbst innerlich debattierte, ob ich die Glocke mitnehmen und mich auf die Suche nach einer Kunstrose begeben sollte, stand mein Bruder neben mir und meinte trocken: „Tja, die musst du wohl kaufen.“ (Er kennt mich zu gut.) Und damit war die Sache dann klar.

Kurioserweise war es schwieriger, eine rote Kunstrose aufzutreiben als die Glasglocke. Momentan sind die Deko-Läden voll von Frühlingsblumen und pastelligen Frühlingsfarben, aber rote Rosen? Fehlanzeige. Fündig wurde ich schließlichbei idee. und schaffte es heldenhaft, wirklich nur mit der Blume und ohne weitere Farben, Stifte oder Skizzenblöcke zur Kasse zu gehen. Persönliche Bestleistung! Die Rose war mit 3,80€ nicht ganz billig (online ist sie etwas günstiger), sieht dafür aber wirklich fabelhaft aus.

Im Original schwebt die verzauberte Rose vom Biest schwerelos im Glas – aus verständlichen Gründen für mich eine nicht machbare Lösung (siehe „verzaubert“). Wie also die Rose so drapieren, dass sie aufrecht auf dem Sockel steht?

Nach einigem Hin- und Her entschied ich, einen Sockel plus Fuß aus schwarzem Fimo zu basteln, und die Rose dort im Zweifelsfall mit Heißkleber zu fixieren.

Fimo und ich verbindet eine lange Geschichte voller Missverständnisse – soll heißen, ich komme mit Fimo nicht wirklich klar, und das Fimo kann meine Angst spüren. Nachdem ich mich gestern Vormittag dann aber endlich durchgerungen hatte, dem Fimo die Stirn zu bieten, war die Sache erstaunlich schnell im Kasten.

Beauty and the Beast - Enchanted Rose

Den Anfang machte der Runde Untergrund, der in etwa die Größe des tatsächlichen, bereits gekauften Sockels haben sollte. Das Fimo auszurollen und von der Bastelunterlage zu kratzen, war mit Abstand der nervenaufreibendste Teil der Aktion – jedes Mal, wenn ich dachte ich hätte es jetzt, brach etwas auseinander und ich musste von vorne anfangen. Schlussendlich aber hatte ich eine Fläche, mit der ich zufrieden war, und machte mich an die Halterung. Ich rollte ein längliches Stück Fimo aus, drapierte es zum Abschätzen einmal um den Stengel der Rose, und drückte den Fuß dann sanft auf die Fimofläche. Am Ende hatte ich so eine Art kleine Vase auf dem Sockel.

Beauty and the Beast - Enchanted Rose

Dann ging’s 30 Minuten in den Backofen. Also das Fimo, nicht ich. Während ich wartete, präparierte ich die Rose. Zum einen musste ich sie ordentlich kürzen. Obwohl ich dafür eine Krallenschere benutzte, war es ein wenig frickelig, dem Draht im Innern des Stengels beizukommen. (Da merkt man, warum die Rose ganze 3,80€ gekostet hat.) In der Disneyversion hat die verzauberte Rose eine leichte S-Form, und meine sollte das auch haben. Gott sei Dank ließ sich der Stengel recht gut formen.

Als das Fimo gebacken und abgekühlt war, kam die erste Überraschung – ich musste die Rose in der Halterung nicht noch extra mit Heißkleber fixieren. Es hielt von ganz alleine. Ich schnitt noch ein paar Blätter ab, um die rote Blüte mehr in den Fokus zu rücken, drehte die Rose so lange, bis sie mir gefiel, setzte die Glasglocke drauf und voilá – meine eigene verzauberte Rose aus „Die Schöne und das Biest“.

Beauty and the Beast - Enchanted Rose

Ich bin ehrlich gesagt ganz verliebt in mein neues Dekostück. Eventuell werde ich den Sockel noch mit ein paar roten Blütenblättern kaschieren, aber es gefällt mir auch sehr gut, so wie es ist.

Glasglocke und Sockel kamen auf etwa 20€, die Rose schlug nochmal mit 3,80€ und das Fimo mit 4€ zu Buche – insgesamt hat mich meine eigene verzauberte Rose etwa 30€ und eine Stunde Zeit gekostet.

Hat sich gelohnt, oder?

Und jetzt alle: “No one’s slick as Gaston, no one’s quick as Gaston, no one’s neck’s as incredibly thick as Gaston’s …”

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